Berlin - Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), hat vor den nächsten Corona-Beratungen von Bund und Ländern vor zu starken Einschränkungen an Schulen gewarnt. „Die Ausnahmeregel für die Abschlussklassen muss bleiben, sonst wird es Probleme bei den Abschlüssen, dem mittleren Schulabschluss und dem Abitur, geben“, sagte sie am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Schüler dürften keine Nachteile aufgrund der besonderen Umstände erfahren. 

„Es hat oberste Priorität, allen Absolventinnen und Absolventen faire und gerechte Chancen für den Erwerb des angestrebten Schulabschlusses zu geben.“ Die meisten Schulen in Deutschland sind seit Mitte Dezember geschlossen oder es wurde die Anwesenheitspflicht ausgesetzt. Für Abschlussklassen darf es aber Ausnahmen geben. Das hatten Bund und Länder vereinbart. Teilweise findet deshalb Unterricht an den Schulen für Klassen statt, die vor Prüfungen stehen.

Sobald es die Corona-Zahlen zulassen, sollen möglichst auch Grundschüler zurückkehren. „Wir wünschen uns vor allem, die Grundschülerinnen und Grundschüler im Präsenzunterricht, wenn es das Infektionsgeschehen erlaubt“, sagte die KMK-Präsidentin und verwies auf einen entsprechenden Beschluss von Anfang Januar. Darin hatten die Kultusminister einen Stufenplan für die Rückkehr an die Schulen beginnend mit den Grundschülern vereinbart.