Züge auf der Hohenzollernbrücke in Köln.
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KölnNach dem Fund eines mutmaßlichen Sprengsatzes in einem abgestellten Zug hat das Landeskriminalamt Entwarnung gegeben. Experten des Landeskriminalamtes stellten fest, dass er „nicht zündfähig“ war. Sie gehen davon aus, dass die Nägel bei einer Entzündung nur wenige Zentimeter weit geflogen wären. „Es bestand keine akute Gefahr“, sagte ein Polizeisprecher. 

Die polizeilichen Ermittlungen zu den Hintergründen laufen weiter. Noch sei nichts Genaueres bekannt, so eine Sprecherin am Sonntag. Eine Reinigungskraft hatte am Freitagabend auf dem Betriebsbahnhof Deutzer Feld einen verdächtigen Gegenstand entdeckt. Er enthielt unter anderem Nägel und eine geringe Menge Schwarzpulver. 

Spezialisten der Bundespolizei durchsuchten das Areal rund um den Bahnhof anschließend noch mit mehr als 20 Sprengstoffspürhunden. Sie durchsuchten rund 30 weitere abgestellte Züge, entdeckten aber keine sonstigen verdächtigen Gegenstände.

Unklar ist bisher, wie das zusammengestellte Gemisch in die Regionalbahn gelangt ist, die am Freitag von Gummersbach nach Köln gefahren und am Abend auf dem Betriebshof abgestellt worden war. Gesucht werden Zeugen, die im Zug etwas beobachtet haben könnten.

Das riesige Areal des Betriebshofs am Deutzer Feld ist einer Polizeisprecherin zufolge zwar prinzipiell frei zugänglich. Allerdings ist das inselartige Gelände auf der rechten Rheinseite von Köln von Schienen durchzogen und mit Böschungen und Wällen von den umliegenden Stadtteilen abgegrenzt.