BerlinDie Berliner Feuerwehr ist am Sonntagabend zu einem Großeinsatz nach Köpenick ausgerückt. Hier geriet der Dachstuhl eines leerstehenden Gebäudes auf einer Fläche von rund 400 Quadratmeter in Flammen. Die Berliner Feuerwehr war mit insgesamt 180 Kräften stundenlang im Einsatz. Zur Brandbekämpfung wurden mehrere Strahlrohre und zwei Drehleitern eingesetzt. Am Montag gegen 11.30 Uhr seien die Löscharbeiten beendet worden, sagte ein Sprecher. Der Brandort sei zur Ermittlung der Brandursache an die Kriminalpolizei übergeben worden.

Die Brandbekämpfung war durch die schwierige Löschwasserversorgung erschwert worden. So musste das Wasser über ein spezielles Mehrzweckboot aus dem Müggelsee gepumpt werden. Zuvor waren auch Tankwagen der Feuerwehr im Einsatz.

Der Dachstuhl des früheren Hotels „Müggelhort“ brach nach Angaben der Feuerwehr zusammen. In Spitzenzeiten waren 100 Feuerwehrleute gleichzeitig im Einsatz. Wegen der Einsturzgefahr bekämpften sie den Brand ausschließlich von außen. Mehrere Drehleitern waren im Einsatz. Die Feuerwehr war gegen 21 Uhr alarmiert worden. An der Stelle war sie nicht zum ersten Mal im Einsatz, wie ein Sprecher des Lagedienstes sagte.

Bei dem Gebäude handelt es sich um das ehemalige Hotel und Waldrestaurant Müggelhort am Müggelsee, das 1901 eröffnet wurde. Der gesamte Hotelbereich wurde im August 1996 neu errichtet und sowie 2011 renoviert. Die Gaststätte wurde verkauft und ist seit 2016 auf unbestimmte Zeit geschlossen. Am 7.November 2018 fand eine freiwillige Versteigerung durch das Auktionshaus Amann statt. Der Gebäudekomplex ist in der lost places-Szene bekannt und beliebt.