Ein Tatverdächtiger, der mit Stahlkugeln um sich geschossen und so andere gefährdet haben soll, ist nun den Ermittlern der Polizei ins Netz gegangen. Nach monatelangen Ermittlungen der Kriminalpolizei und der Amtsanwaltschaft Berlin ist ein 46-jähriger Mann festgenommen worden. Wie die Polizei mitteilte, handelt es sich bei dem 46-Jährigen um einen Mann, der im vergangenen Jahr mehrfach einen Wohnkomplex in Reinickendorf angegriffen haben soll.

Ihm wird vorgeworfen, seit dem 1. September 2021 bis Mitte Januar dieses Jahres mithilfe einer Schleuder Stahlkugeln in Murmelgröße auf Fenster und Türen des Gebäudes in der Reinickendorfer Kienhorststraße geschossen zu haben. In diesem Zusammenhang werden ihm insgesamt sieben versuchte gefährliche und drei einfache Körperverletzungen sowie 30 Sachbeschädigungen mit einem Gesamtschaden von etwa 8000 Euro zur Last gelegt.

Um die Serie von Angriffen aufzuklären, gründete die Polizei im November letzten Jahres die Ermittlungsgruppe „Stahl“. Bei einer richterlich angeordneten Durchsuchung der Wohnung des 46-Jährigen, die sich ebenfalls in dem beschossenen Wohnkomplex befindet, konnten die Beamten umfangreiches Beweismaterial finden und sicherstellen. Im Rahmen von Vernehmungen gab der Mann die Taten in vollem Umfang zu. Als Motiv nannte er unter anderem Langeweile. Die GEG „Stahl“ wurde nach Abschluss der Ermittlungen aufgelöst.