Madrid/Berlin - Eine Untersuchung des spanischen Gesundheitsministeriums hat ergeben, dass eine Kombination aus den beiden Corona-Impfstoffen von Astrazeneca und Biontech die Abwehrreaktion deutlich erhöht. Das ist das vorläufige Ergebnis einer klinischen Phase-2-Studie, wie der Spiegel berichtet. Die Kombi-Impfung habe sich als „sicher und wirksam“ herausgestellt.

Dabei wurde das Niveau neutralisierender Antikörper von Menschen untersucht, die eine erste Impfung mit dem Vakzin von Astrazeneca erhalten hatten. Nach einer zweiten Impfung mit Biontech seien die Antikörper bei den Teilnehmern um mehr als das Siebenfache gestiegen – deutlich mehr als nach einer zweiten Astrazeneca-Dosis, bei der eine Verdoppelung festgestellt wurde. Für die Studie wurden insgesamt 672 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von 18 bis 59 Jahren untersucht.

Nebenwirkungen durch Kombination von Impfstoffen gering

Die Nebenwirkungen einer Kombination fielen bei der Studie relativ gering aus. 1,7 Prozent der Teilnehmenden berichteten von Nebenwirkungen, die sich auf Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und allgemeines Unwohlsein beschränkten. Nach einer kürzlich von der Universität Oxford veröffentlichten Studie klagten Kombi-Patienten häufiger über leichte oder mittelschwere Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen oder Schüttelfrost.

In Deutschland war wegen eines erhöhten Thromboserisikos der Impfstoff von Astrazeneca nur noch für über 60-jährige Menschen empfohlen worden. Für Jüngere, die schon mit Astrazeneca geimpft wurden, stellt sich nun die Frage, wie sie mit ihrer Zweitimpfung umgehen. Bislang gab es noch keine Daten zur Wirksamkeit der Kombination.