HannoverDer Konsum von Alkohol und Tabak ist in der Corona-Krise einer Umfrage zufolge deutlich gestiegen. Von denjenigen, die bereits mehrmals in der Woche Alkohol zu sich nehmen, trinkt rund ein Viertel seit Beginn der Pandemie mehr, wie eine am Dienstag veröffentlichte Forsa-Umfrage im Auftrag der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) ergab.

Bei den Rauchern zeigt sich ein ähnliches Bild: Jeder neunte regelmäßige Raucher greift seit der Corona-Pandemie häufiger zur Zigarette. Betroffen sind vor allem Jüngere zwischen 16 und 29 Jahren - hier gab jeder Dritte an, in der Krise mehr zu rauchen. Zigaretten sind mit 71 Prozent dabei am beliebtesten. Jeder sechste in der Altersgruppe raucht Shisha, jeder zwölfte konsumiert illegale Drogen wie Cannabis.

„Ein gesteigerter Coolness-Faktor sowie Stress und Langeweile zählen zu den häufigsten Gründen, warum gerade junge Menschen trinken und rauchen“, erklärte Michael Falkenstein von der KKH. Durch den Lockdown im März habe die Langeweile und damit auch der Konsum von Zigaretten, Alkohol und anderen Drogen zugenommen.