Rom - Die Mitglieder der G20-Gruppe haben sich in schwierigen Verhandlungen nur zum Teil auf wichtige Klimaziele verständigt: In der für Sonntag geplanten Abschlusserklärung des G20-Gipfels in Rom wollen sich die stärksten Wirtschaftsnationen der Welt gemeinsam hinter das 1,5-Grad-Ziel stellen, wie gegenüber AFP aus Delegationskreisen verlautete. Die Unterhändler der G20-Mitglieder hatten die ganze Nacht verhandelt, um bis zu diesem Punkt zu gelangen. Aber: Es gibt weiter kein konkretes Zieldatum für die wichtige Kohlendioxidneutralität und den Ausstieg aus der Kohleverstromung, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. 

Die G20-Gruppe steht für fast 80 Prozent des weltweiten Ausstoßes an Treibhausgasen. Unter dem genannten 1,5-Grad-Ziel versteht man das Ziel, den menschengemachten globalen Temperaturanstieg durch den Treibhauseffekt auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Vor allem Schwellenländer und energieproduzierende Länder hatten sich in Rom zunächst gegen allzu strenge Vorgaben gestellt, weil sie dadurch wirtschaftliche Nachteile befürchten.