Kreuzberg: Brand in der Urbanstraße – Feuerwehr im Großeinsatz

70 Feuerwehrleute rückten zu dem Kellerbrand in dem siebengeschossigen Wohnhaus aus – es ist nur einer von vielen Einsätzen. Die Feuerwehr ist im Ausnahmezustand.

Die Feuerwehr ist in Kreuzberg im Großeinsatz. 
Die Feuerwehr ist in Kreuzberg im Großeinsatz. dpa/Britta Pedersen

In einem siebengeschossigen Wohnhaus in Berlin-Kreuzberg ist am Silvesterabend ein größerer Kellerbrand ausgebrochen. 70 Feuerwehrleute rückten zu dem Einsatz in der Urbanstraße, wie ein Sprecher der Feuerwehr sagte. Rund 20 Menschen seien gerettet worden und würden derzeit von den Rettungsteams versorgt. Einige von ihnen kommen voraussichtlich ins Krankenhaus, wie der Sprecher weiter sagte. Zur Schwere der Verletzungen und zur Brandursache wurde noch nichts bekannt.

Allein innerhalb einer Stunde sei die Berliner Feuerwehr zu mehr als 40 Brandeinsätzen ausgerückt, sagte der Sprecher gegen 21.30 Uhr. Die Feuerwehr befindet sich im „Ausnahmezustand Silvester“. Das heißt, dass etwa dreimal so viele Einsatzkräfte unterwegs sind wie normalerweise. Laut Feuerwehr sind mehr als 1200 Kräfte im Einsatz.

Silvester in Berlin: Auch Polizei hat viel zu tun

Im Ausnahmezustand war auch die Berliner Polizei. Auf Twitter informierte sie über zahlreiche Schlägereien, beschlagnahmte Schreckschusspistolen, Raketenschüsse auf Gebäude und Passanten sowie Angriffe auf Rettungsdienste und einen Balkonbrand.

Im Stadtteil Tiergarten waren vier Menschen in den Zoo geklettert und mussten von den Beamten herausgeholt werden. „Auf der Sonnenallee in #Neukölln scheint bereits 0 Uhr zu sein. Man hat sich in größeren Gruppen auf ihr versammelt und begrüßt knallend das neue Jahr“, twitterte die Polizei. Im Erdgeschoss einer Schule in Neukölln schlug offenbar ein Pyro-Geschoss ein und zerstörte ein Fenster.

Am Abend besuchten Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey und Innensenatorin Iris Spranger (beide SPD) mehrere Feuer- und Polizeiwachen sowie Einsatzhundertschaften und bedankten sich für ihre Arbeit am Silvesterabend und in der Nacht. „Ich wünsche den Kolleginnen und Kollegen, ich wünsche allen einen friedlichen Jahreswechsel, hoffentlich auch als Vorboten für ein friedliches Jahr 2023“, teilte Spranger mit.