BerlinEine Lehrerin an der Adolf-Glaßbrenner-Grundschule in Kreuzberg hat drei Wochen nach den Sommerferien eine äußerst fragwürdige Bewertungsmethode praktiziert. 

Wie der Tagesspiegel berichtet, hatte die Lehrerin nacheinander die besten Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse aufgerufen. Sie bekamen demnach eine goldene Krone aufgesetzt, die Mitschüler sollten applaudieren. Anschließend wurden diejenigen Kinder aufgerufen, die schlechte Leistungen erbracht hatten. Sie bekamen eine schwarze Krone, die anderen Kinder sollten sie ausbuhen, schreibt die Zeitung mit Bezug auf Aussagen von Eltern.

Die Eltern wandten sich laut dem Bericht an die Schulleitung, die gegenüber dem Tagesspiegel von einem „Missverständnis“ sprach. Das Thema sei inzwischen mit Schülern, Eltern und der Lehrkraft geklärt worden.

Die Schulaufsicht sei über den einmaligen Vorfall informiert, heißt es aus der Senatsbildungsverwaltung. Da die Schulleitung aber sofort eingegriffen und die Praxis unterbunden habe, hätte man nicht aktiv werden müssen, zitiert der Tagesspiegel Sprecher Martin Klesmann.

Bei der Lehrerin handele es sich um eine noch sehr junge Kollegin, die gemeinsam mit ihren Schülern ein „Feedback-Konzept“ erarbeitet habe. Dies hätten sich die Kinder selbst gewünscht, da es in der dritten Klasse noch keine Noten gebe, hieß es von der Bildungsverwaltung. Die Lehrerin wählte dann die unglückliche Methode mit den Kronen.