Havanna - Kuba will internationalen Touristen eine Impfung gegen das Coronavirus ermöglichen. „Wir bemühen uns, wenn möglich, allen Kunden, die uns besuchen, Impfungen anzubieten“, sagte Tourismusminister Juan Carlos García am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Havanna. Das Land bereitet derzeit seine Grenzöffnung für den Tourismus vor, die für den 15. November geplant ist.

Die Regierung in Havanna baut dabei auf den eigenen Impfstoff Soberana 2. Mit diesem Angebot „haben wir ein Alleinstellungsmerkmal im Vergleich mit anderen Reisezielen“, sagte der Minister im Anschluss an die Pressekonferenz der Nachrichtenagentur AFP. Das Impfprogramm für Touristen soll demnach nach Möglichkeit bis zum 15. November stehen, spätestens aber bis zum 1. Dezember.

Soberana 2 wird im Regelfall dreifach im Abstand von jeweils 28 Tagen verabreicht. Da Touristen im Normalfall nicht so lange blieben, könnten sie sich einmal in Kuba impfen lassen und die anderen beiden Dosen bei Abreise mitnehmen, sagte García. Die einfache Impfung komme darüber hinaus auch für bereits genesene Corona-Patienten infrage. Die kubanischen Impfstoffe sind bislang nur in Kuba zugelassen. Havanna hat eine Zulassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) beantragt.

Der für die kubanische Wirtschaft bedeutende Tourismussektor war mit Beginn der Pandemie zusammengebrochen. In der ersten Hälfte des vergangenen Jahres verzeichnete das Land im Vorjahresvergleich nur 21,8 Prozent der Besucher. Für das Jahr 2022 rechnet die Regierung mit zwei Millionen Touristen – vor der Pandemie waren es jährlich rund vier Millionen.