Berlin - Der Karstadt-Kaufhof-Mutterkonzern Signa hält an den Plänen für seinen Standort am Kurfürstendamm fest. Im Gegenzug für den Erhalt von Warenhäusern hatte der Senat zugesagt, Signa dort den Bau von Hochhäusern zu ermöglichen. „Die Zusammenarbeit mit dem Senat hat sich bislang als sehr verlässlich und vertrauensvoll erwiesen“, teilte ein Signa-Sprecher mit. „Wir haben auch weiterhin keine Zweifel, dass der Senat zu seinem Wort steht und die Vereinbarungen des Letter of Intent umsetzt“, sagte er weiter.

Der neue Entwurf eines sogenannten Entwicklungskonzepts City West sieht nach Informationen der Berliner Morgenpost an der Stelle jedoch keine Hochhäuser vor. Demnach hatte Senatsbaudirektorin Regula Lüscher den Plan am Mittwoch im Abgeordnetenhaus präsentiert.

Berlin und Signa hatten im August 2020 eine Absichtserklärung über die Berliner Standorte des von dem umstrittenen Österreicher René Benko gegründeten Unternehmens unterzeichnet. Das Land sagte unter anderem zu, in einem Bebauungsplan mit dem Bezirk auf dem Areal am Kudamm „ein bis zwei Hochpunkte“ zu ermöglichen – „unter Berücksichtigung der Höhendominanten am Breitscheidplatz“, wie es hieß. Die dortigen Hochhäuser erreichen eine Höhe von knapp 120 Metern.