Eisenhüttenstadt - Das Künstlerkollektiv „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS) hat mit der Vernichtung von nicht ausgelieferten AfD-Flyern aus dem Bundestagswahlkampf begonnen. Dazu wurden am Mittwoch nach Angaben des ZPS rund 30 Tonnen des bedruckten Werbematerials aus einem Zwischenlager in Ludwigsfelde zu einem Unternehmen für Aktenvernichtung in Eisenhüttenstadt geliefert. Die Entsorgung soll etwa zwei Tage dauern.

Das Künstlerkollektiv hatte die AfD im Wahlkampf mit einem eigens gegründeten „Flyerservice Hahn“ getäuscht und der AfD angeboten, als Dienstleister Werbematerial für sie zu verteilen. Anstatt das Material zu verteilen, sammelte das ZPS nach eigenen Angaben die etwa fünf Millionen Flyer von verschiedenen Kreisverbänden der Partei, um sie später zu entsorgen.

Die AfD hatte von einem „erheblichen Schaden für die Demokratie“ gesprochen und beschlossen, Strafanzeige zu stellen. Wenige Tage vor der Wahl habe sich herausgestellt, dass der Dienstleister nicht existiere, die Partei somit getäuscht worden sei.