BerlinOhne weitere Hilfen während der coronabedingten Einschränkungen drohen aus Sicht des Bundesverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) deutliche Konsequenzen für die Betroffenen. „Es geht um die Existenz der Menschen“, sagte Zoë Claire Miller vom BBK der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Die Einschränkungen würden sich auch über den November hinaus auswirken. Entsprechend länger müsse auch der von der Bundesregierung angekündigte „fiktive Unternehmerlohn“ für Soloselbstständige in Anspruch genommen werden können. Bisherige Hilfe etwa über die Grundsicherung („Hartz IV“) bezeichnete Miller als dysfunktional.

Ob das neue Programm greife, hänge auch davon ab, wie es umgesetzt werde, sagte Miller. Bisher sei „völlig unklar, wer unter welchen Voraussetzungen für welchen Zeitraum wie viel bekommen soll“. Die bisherigen Erfahrungen mit Bundesprogrammen für die Kultur zwingen aus Millers Sicht zur Skepsis, aber: „Wir lassen uns gern positiv überraschen.“

Kulturstaatsministerin Monika Grütters hatte am Mittwochabend mit den neuen Corona-Hilfen Unterstützung für Solo-Selbstständige auch aus der Kulturszene angekündigt. „Es ist ein sehr wichtiges Signal, dass die Solo-Selbstständigen jetzt eine eigene Förderung bis zu einem Höchstsatz von 5000 Euro bekommen“, sagte die CDU-Politikerin der dpa. Das sei auch eine Anerkennung ihrer Lebens- und Arbeitsweise.