Bonn - Ein Geschenk zum 50. Geburtstag: Der Sonntagabendkrimi „Polizeiruf 110“ hat jetzt eine eigene Briefmarke bekommen. Sie ist seit Dienstag im Handel, wie die Deutsche Post in Bonn mitteilte.

Die Marke zeigt in der Mitte eine ovale Fernsehmattscheibe. Darauf fliegt ein Hubschrauber, hinter dem Helikopter ist die Silhouette einer Stadt zu erkennen. Rund um die Mattscheibe ist das bunte Testbild abgebildet, das bis in die 1990er-Jahre nach Sendeschluss zu sehen war. Das Farbspektrum ist zugleich das Erkennungszeichen aller Briefmarken der Serie „Deutsche Fernsehlegenden“.

Die Briefmarke hat den Wert 95 Cent, mit dem Postkunden zum Beispiel einen Kompaktbrief (bis 50 Gramm) frankieren können. Entworfen wurde sie von Thomas Steinacker, der als Grafiker bei der Deutschen Post Briefmarken, Stempel und andere philatelistische Produkte gestaltet. Die Marke ist in Postfilialen, im Onlineshop oder telefonisch beim Bestellservice der Deutschen Post (0961/38183818) erhältlich. Herausgeber der Marke ist das Bundesfinanzministerium.

Fast 400 „Polizeiruf“-Episoden ausgestrahlt

Am 27. Juni 1971 – also vor gut 50 Jahren – lief in Ostdeutschland der erste „Polizeiruf 110“ im Fernsehen, sieben Monate nachdem in der Bundesrepublik das Krimiformat „Tatort“ gestartet war.

Der „Polizeiruf 110“ gehört zu den wenigen Formaten, die nach 1990 den Sprung vom DDR-Fernsehen ins vereinte Deutschland geschafft haben – und dort sogar auf den prominenten Sonntagssendeplatz des Ersten.

Die Krimis, die heute vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR), Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), Norddeutschen Rundfunk (NDR) und Bayerischen Rundfunk (BR) produziert werden, spielen aktuell in Magdeburg, Halle, Brandenburg, Rostock und München.

Mit inzwischen fast 400 Episoden gehört der „Polizeiruf 110“ zu den traditionsreichsten und erfolgreichsten Krimireihen in der deutschen Fernsehlandschaft.