Kurdischer Rapper Saman Yasin im Iran zum Tode verurteilt

Nach dem Tod von Mahsa Amini ging auch Musiker Saman Yasin auf die Straße. Laut einer Menschenrechtsorganisation wurde er verhaftet und gefoltert.   

Iraner protestieren nach dem Tod der 22-jährigen Mahsa Amini in Teheran gegen das Regime.  
Iraner protestieren nach dem Tod der 22-jährigen Mahsa Amini in Teheran gegen das Regime. AP

Ein kurdischer Rapper ist bei den Protesten im Iran festgenommen und jetzt zum Tode verurteilt worden. Darüber berichtet die Menschenrechtsorganisation Hengaw auf ihrer Internetseite. 

Der Rapper Saman Yasin hatte die landesweiten Proteste im Iran unterstützt. Auch in seinen Liedern und über Social Media machte er auf die Demos und die getötete Mahsa Amini aufmerksam. Laut der Organisation Hengaw wurde er am 2. Oktober festgenommen. Nach den verfügbaren Informationen wurde Saman Yasin während seiner Haftzeit schweren psychischen und physischen Folterungen ausgesetzt. Am 29. Oktober verurteilte ihn ein Gericht zum Tod.

Auslöser der Massendemonstrationen war der Tod der 22 Jahre alten iranischen Kurdin Mahsa Amini. Die Sittenpolizei hatte sie Mitte September festgenommen, weil sie gegen die islamischen Kleidungsvorschriften verstoßen haben soll. Sie starb dann in Polizeigewahrsam. Seither gehen Zehntausende gegen die repressive Politik der Islamischen Republik auf die Straßen. Mehr als 280 Menschen wurden nach Angaben von Menschenrechtlern seither getötet, mehr als 14.000 verhaftet.