Der Verwaltungsrat von Twitter hält an dem Plan fest, den US-Kurznachrichtendienst für rund 44 Milliarden Dollar (aktuell rund 41,8 Mrd. Euro) an Elon Musk zu verkaufen – auch nach dem Kursrutsch der Aktie und Querschlägen des Tech-Milliardärs. Das Aufsichtsgremium bekräftigte in am Dienstag veröffentlichten Unterlagen wie bereits im Mai die einstimmige Unterstützung für Musks Gebot von 54,20 Dollar je Aktie. Das Papier notierte danach im frühen US-Handel mit einem Plus von rund 1,7 Prozent immer noch tief darunter bei 38,40 Dollar.

Für den Kauf der Social-Media-Plattform hat Elon Musk Investoren für sich gewinnen können, darunter einen Prinzen aus Saudi-Arabien. Nun soll die Übernahme von Twitter durch Musk endlich erfolgen.

Der Verwaltungsrat hatte Musks Übernahmeangebot im April angenommen. Danach setzte eine Talfahrt an der Börse ein – und Musk erklärte zwischenzeitlich den Deal für ausgesetzt, weil er an Twitters Angaben zur Zahl von Fake-Accounts zweifele. Aus Sicht des Onlinedienstes kann er die Vereinbarung jedoch nicht einseitig auf Eis legen, und die Firma zeigt sich entschlossen, den Verkauf zu den ursprünglichen Konditionen durchzusetzen.

Musk verwies bei einem Konferenz-Interview am Dienstag darauf, dass er noch die Finanzierung für den Deal abschließend in trockene Tücher bringen und die Zustimmung der Mehrheit der Twitter-Aktionäre für die Übernahme bekommen müsse. Er hält bereits einen Anteil von gut neun Prozent.