Berlin - Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) bestätigt ihre Ablehnung einer Corona-Impfpflicht: „Es wird keine allgemeine Impfpflicht geben, sondern wir müssen dafür werben, dass ich mich mit dieser Impfung selbst und vor allen Dingen auch andere schütze“, sagte Lambrecht am Montag im „ZDF-Morgenmagazin“. Ihre Impfabsage gelte auch für die von Markus Söder (CSU) vorgeschlagene Impfpflicht bei einzelnen Berufsgruppen, zum Beispiel Pflegekräfte. „Ich glaube, wir sollten bei dem Verfahren bleiben, dass Geimpfte, Genesene und auch negativ Getestete Zugänge haben“, erklärte Lambrecht: „Wenn alle, die sich impfen lassen können, dass dann trotzdem nicht machen, dann muss man auch vielleicht darüber nachdenken, ob die Testmöglichkeiten dann eben auf deren Kosten gehen und nicht mehr auf Kosten der Allgemeinheit.“

Dass beispielsweise ein Gastronom Nichtgeimpfte nicht bewirtet, lasse das Grundgesetz zu, sagte Lambrecht: „Wir haben heute schon die Vertragsfreiheit. Und die Vertragsfreiheit lässt beispielsweise einem Gastronom selbstverständlich offen, ob er die Bewirtung in seinem Restaurant auf Geimpfte beispielsweise beschränkt.“

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