Der FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff hat die Ostermarschbewegung erneut scharf angegriffen und ihr eine Unterstützung des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Krieg gegen die Ukraine vorgeworfen. „Die Leute, die solche Märsche organisieren, sind eigentlich keine Pazifisten, sondern die fünfte Kolonne Putins“, sagte der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion am Samstag im WDR-Radio. „Sie versuchen, den Westen zu schwächen und die Ukraine zu diskreditieren.“

Die Ostermarsch-Organisatoren seien „eindeutig Interessenvertreter der russischen Position“, sagte Lambsdorff weiter. „Sie machen rhetorisch und politisch die Arbeit eines Wladimir Putin und des russischen Geheimdienstes – durch Desinformation, durch Verzerrung von Fakten.“

Friedensbewegung weist Vorwurf zurück

Der Sprecher des Netzwerks Friedenskooperative, Kristian Golla, wies die Anschuldigungen Lambsdorffs als reine Polemik zurück. Mit seinen Äußerungen habe der FDP-Politiker, den er bislang als differenziert denkenden Menschen wahrgenommen habe, die Sachebene verlassen, sagte Golla dem Evangelischen Pressedienst (epd). „Wenn man sich so äußert, kann man in den letzten 30 Jahren die Realität nicht wahrgenommen haben.“ Die Friedensbewegung verurteile den russischen Angriffskrieg, warne vor einer Eskalation des Konflikts und werbe für einen sofortigen Waffenstillstand und eine Verhandlungslösung.