Wiesengrund - Im Landkreis Spree-Neiße ist ein Auto mit einem Wolf zusammengeprallt. Das Tier verendete nach dem Unfall, wie die Polizei am Freitag mitteilte. Der zuständige Wolfsbeauftragte wurde nach dem Vorfall am Montagabend bei Trebendorf informiert. Das Auto blieb den Angaben zufolge trotz eines Schadens von rund 3000 Euro fahrbereit. Zuletzt war Anfang Dezember ein Wolf beim Zusammenprall mit einem Auto unweit der Landesgrenze zwischen der Prignitz und Westmecklenburg getötet worden.

Im vergangenen Oktober hatte die Heinz-Sielmann-Stiftung mitgeteilt, dass sich ein Wolfsrudel innerhalb des Berliner Rings niedergelassen habe. Die beiden Elterntiere und vier Welpen wurden demnach in der Döberitzer Heide in Brandenburg westlich von Berlin gesichtet. Das Gebiet ist nur rund 30 Kilometer vom Alexanderplatz in der Mitte Berlins entfernt. Das Landesamt für Umwelt hatte die Wolfsansiedlung bestätigt.

In Deutschland sind derzeit 157 Wolfsrudel erfasst. Die meisten davon haben sich in Brandenburg niedergelassen. Dort wurden bislang 49 Rudel gezählt. Das geht aus den Erhebungen der Bundesländer für das Monitoring-Jahr 2020/21 (30. April) hervor, die das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) in Bonn veröffentlicht hat. In Niedersachsen leben 35 Wolfsrudel, in Sachsen 29.