BerlinIn Lankwitz hat ein 49-Jähriger durch Entzünden einen Böllers eine Explosion ausgelöst, bei der er sich schwer verletzte und mehrere Fenster in seiner Wohnung zerstörte. Wie die Polizei mitteilte, waren Polizei und Feuerwehr am Samstagabend gegen 21.45 Uhr in ein Mehrfamilienhaus in der Straße In den Neuen Gärten alarmiert worden, weil dort eine Brandmeldeanlage ausgelöst worden war. 

Als die Einsatzkräfte eintrafen, berichtete der schwer verletzte Mieter, dass er kurz zuvor etwas auf der Straße gefunden hatte, das er für harmlos hielt. Weil er neugierig gewesen sei, habe er die gefundene Pyrotechnik in seiner Küche angezündet. Dabei sei zu einer heftigen Explosion gekommen, deren Druckwelle das Küchenfenster komplett und Teile der Fenster in zwei weiteren Räumen  zerstörte. Nach Informationen der Berliner Zeitung soll es sich um einen sogenannten Polenböller gehandelt haben. 

„Der 49-Jährige erlitt ein Knalltrauma und Verletzungen an einem Arm und im Gesicht“, erklärte ein Polizeisprecher. Rettungskräfte berichteten vor Ort, das Teile seines Ohres fehlen würden. Sie brachten ihn in ein Krankenhaus, wo seine Wunden behandelt wurden. Im Anschluss wurde der Mann aufgrund seines auffälligen psychischen Zustands einer Psychiaterin im Krankenhaus vorgestellt. Gegen ihn wird nun wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz ermittelt.

Im brandenburgischen Rietz-Neuendorf bei Frankfurt/Oder war in der Silvesternacht ein 24-jähriger Mann gestorben, nachdem er selbst gebaute Pyrotechnik anzündete. Es habe sich um „nicht käuflich zu erwerbende Feuerwerkskörper“ gehandelt, sagte ein Polizeisprecher. In Thüringen wurde zudem ein Mann durch einen Feuerwerkskörper so schwer verletzt, dass er möglicherweise erblindet. In einem Wohngebäude bei Osnabrück sind bei einer Explosion drei Menschen verletzt worden, einer davon lebensgefährlich.