Berlin - Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach plädiert dafür, dass Kinder ab 12 Jahren möglichst schnell ein Impfangebot für die Vakzine von Biontech/Pifzer oder Moderna bekommen. Wie der Politiker am Mittwoch auf Twitter mitteilt, solle dies auch geschehen, wenn sich dafür der Impffortschritt bei Erwachsenen um zwei Wochen verzögere. Zur Begründung schrieb Lauterbach: „Weiterer Unterrichtsausfall im Herbst muss auf jeden Fall vermieden werden“.

Lauterbach schließt sich damit den Stimmen an, die vor dem Impfgipfel von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten an diesem Donnerstag ein schnelles Impfangebot für Kinder fordern, um sie vor dem Coronavirus zu schützen. 

Währenddessen deutet sich an, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) offenbar keine allgemeine Impf-Empfehlung für alle Kinder abgeben möchte. Stiko Chef Thomas Mertens meint sogar, die Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts nicht an die Impfung von Kindern und Jugendliche zu koppeln. Auch Weltärztevizepräsident Ulrich Montgomery ist gegen eine Impfempfehlung für Kinder.  Für Freitag wird mit einer Entscheidung der EMA über die Freigabe des Biontech-Impfstoffs gerechnet.