BerlinDer SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat erneut die Strategie des Robert-Koch-Instituts (RKI) in der Corona-Pandemie kritisiert. „Ich bin davon überzeugt, dass der jetzige Weg ineffizient ist. Wir verlieren viel Zeit bei der Nachverfolgung von Einzelkontakten“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Die Einzelkontakte würden „zu spät erreicht – nachdem sie schon viele andere infizieren konnten. Umgekehrt werden auch Personen kontaktiert, die sich gar nicht anstecken konnten“, so Lauterbach. Man müsse sich darauf konzentrieren, sogenannte Superspreader-Ereignisse zu isolieren. Der Politiker hatte sich bereits mehrfach ähnlich geäußert.

Zudem forderte er, die Dauer der Quarantäne zu verkürzen: „14 Tage sind zu lang, dafür gibt es keine medizinische Rechtfertigung. Ich halte es für sinnvoll, die Quarantäne auf zehn Tage zu reduzieren – mit der Möglichkeit, dass man sich nach fünf Tagen frei testen lassen kann.“