Berlin - Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach glaubt an keine Umkehr des exponentiellen Wachstums zu Ostern, wenn fünf Tage als Ruhetage gelten. Dies teilte der Politiker am Dienstag auf Twitter mit. Demnach seien die „Vollbremse zu Ostern plus die Notbremse bis dahin“ zwar brauchbar, wirkten aber nur wenn sich alle daran halten. Bis Ostern und auch darüber hinaus würden die Fallzahlen wieder steigen. Lauterbach plädiert dafür, auch in Betrieben zu testen. Nur so könnten Ausgangssperren vermieden werden. 

Der Epidemiologe Timo Ulrichs spricht hingegen von einer möglichen Trendumkehr zu Ostern. Gegenüber n-tv sagte Ulrichs: Bis in einer Woche, wenn die Maßnahmen greifen würden, könnten „sich die Zahlen immer noch weiter nach oben entwickeln und das auch exponentiell“. Abgesehen von der Grundversorgung an Ostersonnabend sollte inklusive der Schulen in den Ferien alles heruntergefahren werden. Dies zusammengenommen könnte zu einer Trendumkehr führen, so Ulrichs.