Berlin - Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach traut sich auch einen anderen Posten als den des Gesundheitsministers zu. „Natürlich würde ich ein Ministeramt nicht ablehnen in Bereichen, in denen ich mich gut auskenne“, sagte Lauterbach dem Tagesspiegel.

Bereiche, in denen er sich gut auskenne, seien neben der Gesundheitspolitik auch der Bereich Bildung, Wissenschaft und Forschung. Chancen auf ein Ministeramt hat der SPD-Gesundheitsexperte, wenn es zu einer Ampel-Koalition kommt.

Die SPD spricht am Sonntag erstmals mit den Grünen und am gleichen Tag auch mit der FDP über Möglichkeiten einer gemeinsamen Regierungsbildung. „Große Überschneidungen sehe ich bei allen drei Parteien darin, massiv in Infrastruktur, Mobilität und Forschung und Entwicklung investieren zu wollen und Innovation zu fördern“, sagte dazu SPD-Chef Norbert Walter-Borjans.

Lauterbach traut sich Posten des Gesundheitsministers zu

Was den Posten des Gesundheitsministers betrifft, sagte Lauterbach: „Ich wäre nicht erschrocken und würde es mir zutrauen. Aber mein Leben geht auch weiter, wenn ich nicht Minister werde.“ Der Politiker sieht in einigen Bereichen Verbesserungsbedarf: Die Pflege müsse anders finanziert werden, auch das Fallpauschalensystem in Krankenhäusern müsse angepasst werden. Zudem müsse vorausschauend ein Ärztemangel abgewendet werden. 

Lauterbach sitzt bereits seit 16 Jahren im Bundestag. In dieser Bundestagswahl holte er erneut seinen Kölner Wahlkreis – mit 46 Prozent.