Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat sich bei Twitter besorgt über die Corona-Entwicklung gezeigt. Zuvor hatte ein Welt-Journalist getwittert: „Der 7-Tage-Schnitt der neuen Corona-Fälle ist in einer Woche von 27.481 auf 59.532 gestiegen, er hat sich also mehr als verdoppelt. Eine derart starke Dynamik hat es seit Pandemiebeginn noch nie gegeben.“ Dazu schreibt Lauterbach: „Eine Sommerwelle war zu erwarten.“

Und weiter: „Freiwilliges Tragen von Masken im Innenraum und eine vierte Impfung sind die besten Gegenmittel. Die vierte Impfung schützt vor schwerer Krankheit und senkt für ein paar Monate, wenn auch unvollständig, Ansteckungsrisiko.“

Lauterbach: Post-Vac ist kein Tabuthema

Kurz zuvor hatte Lauterbach mit einer anderen Äußerung für Aufsehen gesorgt. Hintergrund war ein Artikel des Spiegel, der sich unter dem Titel „Post-Vac-Syndrom: Unerklärliche Symptome nach der Coronaimpfung – und alle ducken sich weg“ mit „diffusen Symptomen einiger Geimpfter“  beschäftigt. Dazu kommentierte Lauterbach: „Guter Artikel. Post-Vac-Syndrom muss besser untersucht werden. Wir empfehlen die Impfung gegen COVID und gegen Post-COVID.“

Lauterbach weiter: „Der Nutzen (einer Impfung, Anm. d. Red.) übersteigt das Risiko in jeder Altersgruppe. Trotzdem ist Post-Vac kein Tabuthema und muss erforscht und behandelt werden.“

Viele Nutzer erinnerten den Gesundheitsminister daraufhin an einen Tweet von ihm vom 14. August 2021. Damals hatte Lauterbach geschrieben: „Und zusätzlich geht es darum, weshalb eine Minderheit der Gesellschaft eine nebenwirkungsfreie Impfung nicht will, obwohl sie gratis ist und ihr Leben und das vieler anderer retten kann.“