Berlin - Angesichts der rasanten Ausbreitung der noch ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus sprechen sich immer mehr Experten gegen die Austragung der EM-Finalspiele im Londoner Wembley-Stadion aus. Wie der Tagesspiegel berichtet, plädiert der Gesundheitsexperte der SPD, Karl Lauterbach, zu einer Verlegung der Spiele: „Die Halbfinals und das Endspiel sollten nicht im Londoner Wembley-Stadion stattfinden, sondern verlegt werden an einen anderen Ort“.

Aufgrund der steigenden Coronazahlen sei dies unumgänglich. „Wir haben jetzt größte Mühe, die Bürger zu überzeugen, dass sie Risikogebiete wie derzeit auch Lissabon meiden sollten –, und dann wird für den Fußball eine Ausnahme gemacht. Das sendet das völlig falsche Signal“, sagt Lauterbach weiter.

Deutschland gegen England vor 45.000 Zuschauern, zu viel für Lauterbach

Die Politik müsse Druck auf die Veranstalter aufbauen, damit zumindest die Zuschauerzahlen der anstehenden Achtelfinal-Spiele reduziert würden. Das nicht kurzfristig verlegbare Spiel am Dienstag zwischen Deutschland und England soll zum jetzigen Stand vor 45.000 Menschen ausgetragen werden. „Was man relativ sicher anbieten kann, ist, wenn jeder fünfte Platz besetzt ist. Also in Wembley wären das bei einem Fassungsvermögen von 90.000 Plätzen insgesamt 18.000 Sitzplätze.“, führte Lauterbach weiter an.