Berlin - Aerosol-Forscher hatten die Bundesregierung in einem Brief aufgefordert, die Corona-Politik zu überdenken. Dafür haben sie Kritik erfahren. Die Menschen müssten dafür sensibilisiert werden, dass es drinnen zu Ansteckungen mit dem Virus kommt, heißt es in dem Brief. In Wohnungen, Büros, Klassenräumen, Wohnanlagen und Betreuungseinrichtungen müssten Maßnahmen ergriffen werden. Debatten über das Flanieren auf Flusspromenaden, den Aufenthalt in Biergärten, das Joggen oder Radfahren seien hingegen kontraproduktiv.

Für diese Forderung gab es Kritik von dem Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (SPD). Der prominente Wissenschaftler und Abgeordnete twitterte: „Risiko besteht in Innenräumen: stimmt. Risiko besteht NUR in Innenräumen: falsch. Dropletinfektion draußen ergänzt Aerosolübertragung. Dazu: Treffen am Abend beginnen oft draußen und enden drinnen. Studien zeigen daher, erwartungsgemäß, dass Ausgangsbeschränkungen wirken“, schrieb er.

Darüber hinaus hat er sich dafür ausgesprochen, die Impfreihenfolge beizubehalten, um die Schwächeren und Menschen mit Migrationshintergrund besser zu schützen.