BerlinDie Berliner Polizei warnt vor neuen berauschenden Mitteln, die legal zu erwerben sind. Der Hype, der unter dem Namen „Legal Highs“ entstanden sei, werde nach Angaben der Polizei unter den Konsumenten verharmlost. Demnach werden die neuen psychoaktiven Substanzen, die unter dem Begriff verkauft werden, als ungefährlich angepriesen. Das sei jedoch falsch. 

Allein in Berlin seien fünf Menschen an dem Konsum solcher Stoffe gestorben, teilte die Polizei am Dienstag mit. Es handele sich dabei um Drogen, „die chemisch so clever verändert wurden, dass sie nicht mehr unter das Betäubungsmittelgesetz fallen und zugleich einen viel stärkeren Rausch entwickeln“. 

„Legal Highs“ werden als Gewürz- und Kräutermischungen oder Lufterfrischer und Badesalze in Form von Pillen, Kapseln oder Pulver angeboten. Meist ähneln die Produkte in ihrer Wirkung bekannten Substanzen wie Cannabis, Ecstasy oder Amphetamin. Eine genaue Beschreibung der Wirkung von „Legal Highs“ sei aufgrund der Vielzahl an unterschiedlichen Substanzen allerdings nicht möglich.

Die Polizei warnt vor dem Konsum der kostengünstigen Substanzen. Für knapp zehn Euro würden sich Konsumenten auf eine unvorhersehbare Achterbahnfahrt einlassen. Die Stoffe würden bei Konsumenten regelmäßig Herzrasen, Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen, Übelkeit, Angstzustände und sogar Herzinfarkte und Psychosen auslösen, hieß es. 

„Legal Highs“ sind eine Art Ersatz-Designerdroge, die ganz gezielt die Gesetze zu Rauschmitteln, wie sie im Betäubungsmittelgesetz oder dem Arzneimittelgesetz aufgeführt sind, unterlaufen. Denn ihre Zusammensetzung ist immer ein wenig anders als die der verbotenen Substanzen - das macht sie laut Experten aber nicht weniger gefährlich und auch nicht wirklich legal.