Stuttgart - Für den coronabedingten Fern- und Wechselunterricht fehlen vielen Schulen einer repräsentativen Umfrage unter Lehrkräften zufolge noch immer verbindliche Vorgaben. Demnach sagten 40 Prozent der 1015 Befragten, an ihrer Schule gebe es kein Konzept dafür, den Kontakt zu Schülern und Eltern aufrechtzuerhalten. Jeweils 79, 78 und 59 Prozent sagten, es würden Konzepte fehlen für die Unterstützung der Schüler bei der Planung ihrer Lernziele, für Hilfe bei Lernschwierigkeiten sowie beim Feedback-Geben.

Bei den größten Sorgen und Belastungen gaben fast 80 Prozent „wenig Planbarkeit“ an, mehr als die Hälfte sagte, sie habe große oder sehr große Sorge, sich bei der Arbeit mit Covid-19 anzustecken. Rund 40 Prozent der Schulen führten den Angaben zufolge „nach den Schulschließungen im Frühjahr keine Befragungen zu den Erfahrungen aus dieser Zeit durch“.

Bei der Erhebung handelte es sich um eine Folgebefragung für das sogenannte Deutsche Schulbarometer Spezial zur Corona-Krise. Hierfür befragte das Meinungsforschungsunternehmen Forsa Lehrkräfte kurz vor den erneuten Schulschließungen im Dezember. In Auftrag gegeben wurde die Untersuchung von der Robert-Bosch-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Wochenzeitung Die Zeit. Eine erste Umfrage hatte es im April 2020 gegeben.