Berlin - Der Bundesvorsitzende des Deutschen Realschullehrerverbands Jürgen Böhm plädiert dafür, dass die Inzidenzwerte und Abstandsregeln auch an den Schulen umgesetzt und eingehalten werden müssen. „Inzidenzwerte müssen entscheiden“, sagte er dem Portal news4teachers. Angesichts der Entwicklungen der Corona- Pandemie warnte Böhm die Politik davor, die in der Gesellschaft geltenden Hygienemaßnahmen des Robert-Koch-Instituts an den Schulen nach dem 10. Januar weiter zu missachten und mahnte „klare Linien“ an.

Böhm forderte Wechselunterricht ab einer Inzidenz von 50, Distanzunterricht ab 100, eindeutige Abstandsregeln auch an Schulen, rechtssichere und zuverlässige Lernplattformen sowie keine Minderung der Qualität der Abschlüsse.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) sieht für einen Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche vor, die Schulen in den Wechselunterricht mit kleinen Lerngruppen zu nehmen, um die Abstandsregel in den Klassenräumen wieder einführen zu können. Zudem empfiehlt das RKI eine Maskenpflicht im Unterricht für alle Jahrgangsstufen.