Berlin - Der Leiter des Krisenstabs der Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales bewertet die Einführung von 2G in Österreich und Sachsen als mutmachenden Erfolg. Auf seinem privaten Twitterprofil schreibt er, dass die Rücksichtnahme nach 18 Monaten eine Ende haben müsse. In einem Tweet fordert der Linke-Politiker: „Für die Ungeimpften muss die Luft dünner werden. Damit meine ich nicht die Sache mit dem Schlauch im Hals. Sondern: Keine Gastro, keine Bahn, keine Freizeiteinrichtung, kein Museum, kein Theater, kein Kino, keinen Flug, kein Weihnachtsmarkt.“ 

Er sei „zuversichtlich, wenn ich nach Sachsen oder Österreich schaue, wo das schon so gemacht wird“. Für seine Forderung nach Durchsetzung einer strikten 2G-Regel wird Seibert bei Twitter teils harsch angegriffen, viele Postings waren am Montagabend bereits ausgeblendet und blockiert.

Ein User schneidet das Thema Impfpflicht an und fragt: „Warum fordern Sie keine Impfpflicht? Diese Drohungen sind kindisch und erbärmlich- wir sollten jetzt gemeinsam eine Impfpflicht fordern und dies der Politik vermitteln.“ Einen gesetzlichen Zwang, sich impfen zu lassen, lehnt der Leiter der Krisenstabs der Senatssozialverwaltung jedoch ab.

Er schreibt: „Eine Impfpflicht ist nicht realistisch. Aber das was ich hier schreibe, das ist die 2G-Lösung von Sachsen und Österreich. Da wird immerhin keiner zu was gezwungen, man muss halt wie immer die Konsequenzen tragen, wenn man was macht oder lässt.“I m weiteren Verlauf der Diskussion begründet Seibert seine Haltung. Er antwortet dem User: „Ich halte die (Impfpflicht, Anm. d. Red.) für rechtlich - jedenfalls allgemein - nicht für machbar, aus verschiedenen, sogar auch guten Gründen. Die Eingriffsintensität wäre auch viel höher. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie das wollen.“