Potsdam - Die stärkere Nutzung der Lernplattform HPI-Schul-Cloud Brandenburg für den Distanzunterricht in der Corona-Pandemie hat in den vergangenen Tagen nach Angabgen des Bildungsministeriums zu einigen technischen Problemen geführt. Es sei im Netz zu verlängerten Reaktionszeiten gekommen, weil die Lernplattform von ursprünglich 54 Schulen auf 573 ausgeweitet worden sei, teilte das Ministerium mit.

Mittlerweile seien die Probleme aber behoben und das System durch die Inbetriebnahme von insgesamt 100 neuen Servern stabilisiert worden, hieß es. Damit solle die stark wachsende Nutzung bewältigt werden. Die aktuelle Auslastung werde kontinuierlich überprüft, und bei Bedarf würden notwendige Erweiterungen und Anpassungen erfolgen, so das Ministerium.

In dieser Woche wurde wegen des starken Anstiegs der Corona-Infektionszahlen in Brandenburg die Präsenzpflicht für Schüler aufgehoben. Die Eltern konnten den Schulleitungen formlos anzeigen, wenn ihr Kind zu Hause bleiben soll. Allerdings sollten die Eltern ihre Kinder in der Unterrichtszeit daheim zum Lernen anhalten, hatte das Ministerium erklärt. Vom 4. bis 10. Januar soll es nur noch Heimunterricht für alle Schüler geben, ausgenommen Abschlussklassen und Förderschulen.

Auch in Bayern und Berlin hatte es bei Lernplattformen für den Distanzunterricht Ausfälle gegeben. Dies betraf zum Beispiel am Donnerstag die Plattformen Mebis (Bayern) und Lernraum Berlin.