„Letzte Generation“: Aktivistin will lieber Knast statt Geldstrafe

Die Aktivistin Sonja Manderbach wurde vom Amtsgericht Tiergarten für eine Blockadeaktion zu 40 Tagessätzen á 25 Euro verurteilt. Sie will aber keine Geldstrafe.

Die Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ sorgen in Berlin und ganz Deutschland für Aufsehen.
Die Klimaaktivisten der „Letzten Generation“ sorgen in Berlin und ganz Deutschland für Aufsehen.Imago/Sachelle Babbar

Sonja Manderbach, eine Klimaaktivistin der „Letzten Generation“, ist für ihren Protest vom Amtsgericht in Berlin-Tiergarten zu einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen á 25 Euro verurteilt worden. Sie will aber statt der Geldstrafe eine Gefängnisstrafe vorziehen, wie die „Letzte Generation“ mitteilt.

Die Bildungsreferentin und Kirchenmusikerin, die auch Mutter ist, erklärt: „Wenn das Gericht meint, dass es gerechtfertigt ist, mich dafür zu verurteilen, dass ich meiner Tochter eine lebenswerte Zukunft ermöglichen will, nehme ich das hin. Die Strafe werde ich aber auf keinen Fall mit Geld begleichen. Wenn unser Rechtsstaat verhindern will, dass ich mich gegen den verfassungswidrigen Kurs der Regierung wehre, muss er mich schon einsperren.“

Trotz anhaltender Kritik haben die Aktivisten der „Letzten Generation“ immer wieder ihre Protestaktionen verteidigt. Am Mittwoch wurde das Brandenburger Tor aus Protest besetzt.