Letzte Generation blockiert die A100 in Berlin

Klimaaktivisten der Letzten Generation blockierten auch am Dienstagmorgen wieder den Berliner Berufsverkehr. Eine Ausfahrt der A100 war betroffen.

Demonstranten der Letzten Generation stoppen auf der A100 Abzweig Steglitz/Berliner Straße den Autoverkehr.
Demonstranten der Letzten Generation stoppen auf der A100 Abzweig Steglitz/Berliner Straße den Autoverkehr.Pressefoto/Letzte Generation

Berliner Autofahrer mussten sich auch am Dienstagmorgen erneut in Geduld üben. Klimaaktivisten der Letzten Generation blockierten eine Ausfahrt der A100. Die Polizei räumte die Blockade, die Aktion ist beendet. 

Wie die Letzte Generation in einer Pressemitteilung schreibt, protestierte die Gruppe  an dem Abzweig Steglitz/Berliner Straße der A100. Dazu erklärt die Letzte Generation: „In Berlin stoppen Unterstützer:innen der Letzten Generation heute den Autoverkehr und damit den fossilen Alltag, der uns in die Klimakatastrophe treibt. Erneut tragen sie gelbe Kreuze mit sich und zeigen damit ihre Unterstützung der Proteste gegen den Abriss des Dorfes Lützeraths für den RWE-Kohletagebau.“

Polizisten lösen die Protestler von der Straße.
Polizisten lösen die Protestler von der Straße.Pressefotos/Letzte Generation

Vierfach-Mutter sitzt mit auf der Straße

Laut den Angaben der Letzten Generation war auch eine Mutter von vier Kindern mit vor Ort, die sich um die Zukunft ihrer Kinder sorgt. „Wir sind mitten in der Klimakatastrophe angekommen. 2022 geht als das heißeste Jahr aller Zeiten in die deutsche Geschichte ein. Das neue Jahr startet mit teilweise über 20 Grad im Januar - in was für eine Zukunft entlassen wir unsere Kinder da gerade? Ich werde nicht dabei zusehen, wie die Zerstörung immer weiter vorangetrieben wird!”, so Eika Jakob. 

Lützerath soll am Mittwoch geräumt werden

Die Polizei Aachen und der Kreis Heinsberg wollen am Dienstag über die geplante Räumung des Örtchens Lützerath und den Polizeieinsatz am Braunkohletagebau Garzweiler im Westen von Nordrhein-Westfalen informieren.

Der inzwischen von Klimaaktivisten besetzte Weiler auf dem Gebiet der Stadt Erkelenz soll abgerissen werden, um die darunter liegende Braunkohle zu gewinnen. Die Aktivisten wollen das verhindern. Die kleine Ortschaft, die direkt an das große, graue Loch grenzt, ist deshalb zu einiger Berühmtheit gekommen.  Der Räumungseinsatz könnte nach Polizeiangaben frühestens am Mittwoch beginnen. Zuletzt blickte das zuständige Polizeipräsidium besorgt auf den bevorstehenden Einsatz.