Rund zwei Dutzend Aktivistinnen und Aktivisten haben mit einer Blockade vor dem Tanklager Seefeld des Mineralölkonzerns PCK gegen die Einfuhr und die Nutzung fossiler Brennstoffe demonstriert. Im brandenburgischen Werneuchen (Landkreis Barnim) setzten sich am Montagvormittag 21 Menschen in Warnwesten vor dem Haupteingang des Lagers auf die Straße, einige klebten sich an der Fahrbahn fest, wie die Polizei mitteilte. Zwei Männer stiegen auch auf einen Tanklastzug, einer klebte sich fest. Die Blockade sei nach rund vier Stunden am Nachmittag gelöst worden und die wartenden Lkw-Fahrer konnten das Tanklager wieder anfahren.

Zu der Aktion bekannte sich die Initiative „Letzte Generation“, die jede Art von fossiler Energie und auch den Betrieb der PCK-Raffinerie in Schwedt ablehnt. PCK äußerte sich zunächst nicht dazu.

„Wenn wir nicht jetzt aufhören, neue fossile Infrastruktur zu finanzieren und zu bauen, erwarten uns Hungersnöte, immer mehr und häufigere Naturkatastrophen und Kriege um immer knappere Ressourcen“, teilte eine Sprecherin der Initiative, Maja Winkelmann, mit. Seit Wochen drehen die Aktivisten der Gruppe immer wieder auch Sperrventile an Leitungen in der Region ab.

Polizei nimmt Aktivisten in Gewahrsam

An dem Einsatz waren neben spezialisierten Kräften der Brandenburger Polizei, die in Begleitung eines Notarztes die angeklebten Menschen ablösten, auch Kräfte der Feuerwehr beteiligt. Die Polizei nahm laut Einsatzbericht die Personalien aller Beteiligten auf und nahm sie in Gewahrsam. Ihnen wird Nötigung, zum Teil Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Störung öffentlicher Betriebe vorgeworfen.