„Letzte Generation“ überschüttet Gemälde von Klimt mit Öl

Im Leopold-Museum in Wien attackierten die Klimaaktivisten das Bild „Tod und Leben“ von Gustav Klimt. Trotz strenger Taschenkontrolle gelang es ihnen, das Öl ins Museum zu schmuggeln.

Mitglieder der „Letzten Generation“ überschütteten das Gemälde „Tod und Leben“ von Gustav Klimt mit Öl.
Mitglieder der „Letzten Generation“ überschütteten das Gemälde „Tod und Leben“ von Gustav Klimt mit Öl.Screenshot Twitter @letztegenAT

Mitglieder der Gruppe „Letzte Generation“ haben am Dienstag das Gemälde „Tod und Leben“ von Gustav Klimt im Leopold-Museum in Wien mit Öl übergossen.

Ein Video, das die „Letzte Generation“ auf Twitter veröffentlichte, zeigt, wie schwarzes Öl auf das Gemälde geschüttet wird. Ein Aktivist ruft dazu: „Wir rasen in eine Klimahölle“ und „Stoppt die fossile Zerstörung“. Die Gruppe teilt dazu in ihrem Tweet mit: „Neue Öl- und Gasbohrungen sind ein Todesurteil für die Menschheit.“ 

Ob das Gemälde beschädigt wurde, müsse man noch genauer untersuchen, hieß es vom Museum gegenüber der österreichischen Zeitung Der Standard. Mehrere Räume hätten für die Besucher gesperrt werden müssen. Das Gemälde habe sich unter Schutzglas befunden, die Flüssigkeit sei vom Glas bereits wieder abgewischt worden.

Trotz genauer Kontrollen – so mussten etwa Taschen abgegeben werden – hätten die Aktivisten die Flüssigkeit in einer Wärmflasche unter ihrer Kleidung ins Museum geschleust, so das Museum.

Die „Letzte Generation“ hat sich schon mehrfach an bekannten Gemälden festgeklebt oder Substanzen darauf geworden. Im Potsdamer Museum Barberini bewarfen sie ein Gemälde von Monet mit Kartoffelbrei, in der Londoner National Gallery schütteten Klimaaktivisten Tomatensuppe auf das Bild „Sonnenblumen“ von Vincent van Gogh. Auch das Gemälde „Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge“ von Johannes Vermeer in Den Haag wurde zur Zielscheibe der Klimademonstranten, ebenso wie die „Sixtinische Madonna“ in Dresden oder Andy Warhols Suppendosen-Siebdrucke.