Filiale von Galeria Karstadt Kaufhof in Essen
Foto: imago images/Udo Gottschalk

BerlinMit Trauerflor wollen einige Mitarbeiter von Galeria Karstadt Kaufhof am Sonnabend arbeiten, um ihren Unmut über die Schließung von Dutzenden Filialen kundzutun. Teile der Belegschaft aller Warenhäuser wollen schwarze T-Shirts oder Trauer-Sticker tragen, hieß es von der Gewerkschaft Verdi.  

In Essen wollen Mitarbeiter einen Trauerkranz vor den Eingang legen und damit das Warenhaus gewissermaßen zu Grabe tragen. In Düsseldorf wollen Beschäftigte eine große Skulptur einer kaputten Filiale ausstellen. Etwa drei Dutzend Galeria-Karstadt-Kaufhof-Filialen in Deutschland schließen im Oktober  - die meisten davon am Sonnabend. Einige Filialen sind bereits geschlossen.

Im Januar sollen sechs weitere Schließungen folgen. Auf der Streichliste stehen zum Beispiel Dortmund, Hamm, Bonn, München-Nordbad, Berlin-Gropiuspassage, Mannheim, Bremen und Osnabrück. Besonders für kleine Städte wie Gummersbach, Neumünster und Witten sind die Filialschließungen ein großer Rückschlag im Kampf um Publikumsverkehr in ihren Innenstädten.

Mit den rund 130 verbleibenden Warenhäusern hofft der angeschlagene Konzern, schnell wieder in die schwarzen Zahlen zurückzukehren. Verdi äußerte Kritik. „Die Beschäftigten haben alles getan, um die Häuser zu erhalten“, erklärte Gewerkschafter Orhan Akman. Der Chefetage warf er Missmanagement vor. „In die Trauer um die Jobverluste mischt sich daher auch berechtigte Wut der Kolleginnen und Kollegen auf die derzeitige Unternehmensleitung“, so Akman.