BerlinIn Neu-Hohenschönhausen soll ein 30-Jähriger einen gleichaltrigen Mann im Streit vor eine einfahrende Tram geschubst haben. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. Nach Aussagen des Opfers und mehrerer Zeugen war der Tatverdächtige am Montag gegen 20.30 Uhr auf den am Bahnsteig der Tram an der Kreuzung Zingster Straße/Ribnitzer Straße wartenden 30-Jährigen losgegangen. Er soll ihn „aufgrund persönlicher Differenzen beschimpft und schließlich auf die Schienen der Tram geschubst“ haben, so ein Polizeisprecher.

Der Fahrer einer in diesem Moment herannahenden Bahn der Linie M5 leitete sofort eine Notbremsung ein. Dadurch schaffte er es laut Polizei, „die Bahn unmittelbar vor dem im Gleisbett liegenden Mann zu stoppen“. Der Angreifer soll laut Zeugen anschließend erneut auf sein Opfer losgegangen sein. Dabei schlug er offenbar dessen Kopf gegen das Fahrerhaus der Tram.

Der Polizeisprecher weiter: „Erst als er bemerkte, dass Passanten dabei waren, die Polizei zu verständigen, flüchtete er.“ Der am Kopf verletzte 30-Jährige wurde von alarmierten Rettungskräften vor Ort versorgt, verzichtete jedoch auf eine weitere Behandlung.

Während des Streits hatte der flüchtige Tatverdächtige auch das Handy des anderen Mannes beschädigt, indem er es auf die Schienen geschleudert hatte. Die Ermittlungen werden daher wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung geführt.