Berlin - In einem Pflegeheim in Berlin-Lichtenberg sind nach einem Corona-Ausbruch zwei Menschen verstorben. Die verstorbenen Bewohner hätten schwere Vorerkrankungen gehabt und seien ungeimpft gewesen, berichtet der rbb und zitiert einen Sprecher des Trägers Vivantes. 37 Menschen hätten sich mit Corona infiziert, davon zehn Mitarbeiter und 27 Bewohner.  

Die übrigen 25 Bewohner haben offenbar einen Impfdurchbruch erlitten, zeigen aber nur leichte oder gar keine  Krankheitssymptome: Sie wurden isoliert. Niemand der Infizierten müsste nach Angaben von Vivantes im Krankenhaus behandelt werden. Die Impfquote in dem Pflegeheim liegt laut Vivantes bei mehr als 90 Prozent. Die betroffenen Mitarbeiter befinden sich derzeit nicht im Dienst. In dem Pflegeheim in Berlin-Lichtenberg leben 139 Menschen. Das Gesundheitsamt verhängte ein Besuchsverbot.

Laut Lichtenbergs Ordnungsstadtrat Martin Schaefer (CDU) werde der genauen Ursache des Ausbruchs jetzt nachgegangen. Die genauen Abläufe werde man sich am Montag vor Ort ansehen. Alle vom Gesundheitsamt verhängten Maßnahmen scheinen inzwischen umgesetzt worden zu sein, sagte Schaefer dem rbb. Es ist nicht auszuschließen, dass ungeimpftes Personal im Einsatz war. Schaefer appellierte in dem Zusammenhang an alle Berlinerinnen und Berliner, sich impfen zu lassen.