Berlin - Im ersten Corona-Jahr hat es in Berlin weniger Scheidungen gegeben. 5449 Ehen wurden im vergangenen Jahr geschieden, im Jahr zuvor waren es 5898, wie das Statistische Landesamt am Mittwoch mitteilte. Ein Zusammenhang zur Corona-Pandemie lasse sich laut einem Sprecher aus den Zahlen nicht ablesen. Zum einen seien die Gerichte nur eingeschränkt arbeitsfähig gewesen, zum anderen müssten Paare vor einer Scheidung ein Jahr getrennt leben. Im Jahr 2018 lag die Zahl der Scheidungen bei 5342.

Nach Angaben der Statistiker waren über 770 der geschiedenen Paare 25 oder mehr Jahre verheiratet. Knapp 53 Prozent aller Scheidungen wurden von der Frau beantragt. Mehr als 4000 Kinder waren von Scheidungen betroffen. Zudem gab es 61 Scheidungen von gleichgeschlechtlichen Paaren.

Laut Statistischem Landesamt ging die Zahl der Eheschließungen in Berlin im vergangenen Jahr ebenfalls zurück. 12288 Paare gaben sich das Ja-Wort, im Jahr zuvor waren es 14.602.