BerlinDie Polizei geht nach einem Feuer am ehemals besetzten Haus Liebig 34 von Vorsatz aus. Es werde wegen versuchten Totschlags, schwerer Brandstiftung und schweren Landfriedensbruchs ermittelt, teilten die Beamten am Donnerstag auf Twitter mit. Demnach hat der für politisch motivierte Straftaten zuständige Staatsschutz im Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen.

Das Feuer war in der Nacht zu Donnerstag ausgebrochen. Laut Feuerwehr waren etwa 50 Kubikmeter Müll und Gerümpel in Brand geraten. Nach Angaben der Polizei hatte mindestens ein Dutzend Vermummte mehrere Brandsätze auf das ehemals besetzte Haus geworfen und so das Feuer ausgelöst. Zum Zeitpunkt der Attacke hätten sich drei Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma in dem Gebäude aufgehalten. Sie konnten unverletzt vor den Flammen fliehen.

Um das Haus Liebig 34, ein Symbol der linksradikalen Szene, war zuvor lange heftig gestritten worden. Mitte Oktober wurde es unter Protest geräumt. Bei einer Demo der Szene kam es in der Folge trotz großen Polizeiaufgebots zu Gewaltausbrüchen.