Berlin - Schauspieler Jan Josef Liefers wünscht sich beim Thema Impfen und Corona-Pandemie eine Rückkehr zu einem besseren Diskurs in der Gesellschaft. Er wünsche sich, dass wir „abrüsten, was Adjektive, was Sprache angeht“, sagte der 57-Jährige am Donnerstag in der ZDF-Talkshow „Maybrit Illner“. „Dass wir wieder zurückfinden zu einer Form, miteinander verschiedene konträre und zum Teil auch abstruse Meinungen zu verhandeln und zu akzeptieren und auszuhalten.“

Die Sendung hatte das Thema: „Geimpft, getestet, genervt – mehr Freiheit wagen?“ Liefers, der vor allem durch seine Rolle im Münster-„Tatort“ bekannt ist, sagte auch, man müsse mit einer Stigmatisierung von Gruppen, die sich nicht impfen lassen wollen, „sehr, sehr vorsichtig umgehen. Weil auch das kann ganz schön viel Porzellan zerschlagen“.

Liefers ist geimpft und half auf einer Corona-Intensivstation mit

Liefers hatte sich in der Vergangenheit immer wieder zur Corona-Pandemie und -Politik geäußert. Er hatte sich auch bei der umstrittenen Videoaktion #allesdichtmachen beteiligt. Damals hatten Menschen aus der Film- und Fernsehszene mit satirischen Videos im Netz den Umgang mit dem Coronavirus kritisiert. Die Aktion hatte in der Folge kontroverse Reaktionen hervorgerufen – manche warfen der Gruppe vor, zu verharmlosen. Mehrere Teilnehmer distanzierten sich später. Liefers, der nach eigenen Angaben selbst geimpft ist, hatte später dann auch eine Intensivstation in einem Krankenhaus besucht und dort mitgearbeitet. Seine Eindrücke schilderte er später in Medien mit teils drastischen Worten.