Köln - Rund zwei Wochen nach seinem überraschenden Tod ist der ehemalige „Lindenstraße“-Schauspieler Willi Herren in Köln beerdigt worden. Mit einer Kutsche wurde der schwarze Sarg mit Herrens Leichnam am Mittwoch zu seinem Grab auf dem Kölner Melatenfriedhof gefahren – darauf zu lesen waren die Worte „auf Willisehen“. Obwohl zur eigentlichen Trauerfeier nur 30 Personen zugelassen waren, nahmen auf dem Weg zur letzten Ruhestätte viele Fans und Freunde Abschied.

Die gesamte Zeremonie sollte Herrens Verbundenheit zu seiner Heimatstadt unterstreichen. Ab und zu stiegen rote und weiße Luftballons auf - die Farben, die sich auch im Kölner Stadtwappen wiederfinden. Herrens Grab liegt nun nur wenige Schritte entfernt von dem der Kölner Lokalikone schlechthin, dem Volksschauspieler Willy Millowitsch. „So Typen wie der Willi, die sterben aus. Leider“, sagte einer der Gäste, Anton Claaßen, selbst eine Kölner „Türsteher-Legende“. „Der gehört zu Köln wie der Kölner Dom.“

dpa/Henning Kaiser
Willi Herren (1975 – 2021)

Obduktion ergab keine Hinweise auf eine äußere Gewalteinwirkung

Herren war am 20. April tot in seiner Wohnung in Köln gefunden worden. Eine Obduktion ergab keine Hinweise auf eine äußere Gewalteinwirkung. Der Schauspieler war aus der ARD-Serie „Lindenstraße“ und aus vielerlei Reality-Formaten bekannt, in denen er tiefe Einblicke in sein nicht immer skandalfreies Leben gab. Zudem sang er Party-Schlager.