Die Linkspartei hat gefordert, das Neun-Euro-Ticket bis zum Jahresende zu verlängern. Dies geht aus einer Erklärung der Fraktionsvorsitzenden aus dem Bundestag, dem Europäischen Parlament und den Bundesländern hervor. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg hatte darüber berichtet. Die Länder wollen das Neun-Euro-Monatsticket vom 1. Juni an umsetzen. Es ist zunächst auf drei Monate befristet.

Die Fraktionsvorsitzenden der Linken warnen in der gemeinsamen Erklärung außerdem vor einer „Armutsspirale“ und Rückschritten bei der Bekämpfung des Klimawandels. Wegen der stark angestiegenen Energiepreise solle eine Energiepauschale die Verbraucher entlasten. Für die Dauer von acht Monaten müssten jedem Haushalt monatlich 125 Euro als Basis-Unterstützung überwiesen werden, so die Linke.

Linke fordert Anhebung der Grundsicherung

Auch die Grundsicherung müsse angehoben werden. Die Fraktionsvorsitzenden schlagen die Anhebung der Regelsätze um mindestens 200 Euro im Monat vor.

Das Bundeskabinett beschloss Ende April ein milliardenschweres Entlastungspaket für die Bürgerinnen und Bürger. Unter anderem soll die Energiesteuer auf Kraftstoffe befristet für drei Monate gesenkt werden. Einkommensteuerpflichtige Erwerbstätige sollen zum Ausgleich der hohen Energiekosten eine Pauschale von einmalig 300 Euro brutto bekommen.