Berlin - Annalena Baerbock wird für ihren Vorstoß zur Benzinpreiserhöhung massiv angegriffen. Sie will den Preis um 16 Cent pro Liter erhöhen. Damit würde sie die „Gesellschaft spalten“, kritisiert Amira Mohamed Ali die Ankündigung. Ali ist Fraktionschefin der Linken im Bundestag. Bei Twitter schrieb sie, Baerbock schaue „mit einer unerträglichen Arroganz auf die Menschen mit kleinen Einkommen“. 

Am Sonntag hatte Baerbock 16 Cent Preiserhöhung ins Spiel gebracht und gesagt, dass es eine Erhöhung um sechs Cent bereits zum Jahresbeginn gegeben habe. Grund sei der erstmalig erhobene CO2-Preis auf Benzin. Zwar will Baerbock die höheren Kosten für Menschen mit geringem Einkommen durch ein sogenanntes Energiegeld abfedern. Es soll 75 Euro pro Jahr und Kopf betragen.

Unterm Strich solle folgendes Szenario dabei herauskommen: Wer „in einem sehr, sehr großen Haus wohne und sehr, sehr viele Autos fahre“, müsse „am Ende mehr bezahlen“.

Dagegen ist Mohamed Ali überzeugt, Baerbocks Pläne gingen auf Kosten ärmerer Menschen. Diejenigen mit kleinen Einkommen „trifft das wirklich, während Reiche weiter problemlos volltanken“. Und weiter: „Das ist keine sinnvolle Klimapolitik, sondern spaltet die Gesellschaft noch weiter.“