Die Berliner Linke hat sich erneut dafür ausgesprochen, dem Beispiel Brandenburgs zu folgen und wegen der aktuellen Omikron-Welle die Präsenzpflicht auszusetzen. Damit sollten Schüler, die selbst oder deren Familienangehörige Vorerkrankungen haben, die Möglichkeit haben, von zu Hause aus zu lernen, wie der Fraktionsvorsitzende Carsten Schatz am Samstag mitteilte. „Die Aufrechterhaltung des vollständigen Präsenzunterrichts an den Schulen sollte kein Dogma sein, so wie das Korrigieren einer Position in dieser schwierigen Situation keine politische Niederlage bedeutet.“

Forderungen nach dem Aufheben der Präsenzpflicht und Kritik an der Haltung des Senats, die Schulen in der Corona-Pandemie so lange wie möglich offen halten zu wollen, hatte es unter anderem von Landeselternvertretern und aus der Bildungsgewerkschaft GEW gegeben.

Die Linksfraktion unterstütze die Forderungen der Bezirkselternausschussvorsitzenden. Schatz erklärte, es sei notwendig, dass die Schulen unkompliziert selbst zusammen mit Schülern und Eltern über die Anwendung flexibler Unterrichtsmodelle, wie zum Beispiel den Wechselunterricht, entscheiden könnten. Zudem regen die Linken an, die bevorstehenden Winterferien zu verlängern. Damit sollen in einer kritischen Phase der Pandemie Kontakte verringert werden.