Berlin - Vom Thema Enteignung konnte Linke-Spitzenkandidat Lederer bei der Wahl am Sonntag persönlich genau so wenig profitieren, wie von seinem Amtsbonus als Kultursenator. In seinem Wahlkreis in Berlin-Pankow hat er nicht das Direktmandat geholt. Der 47 Jahre alte promovierte Jurist und Kultursenator erreichte bei der Abgeordnetenhauswahl am Sonntag nach Auszählung aller Stimmbezirke 23,7 Prozent der Erststimmen. Den Wahlkreis gewann die Kandidatin der Grünen, Oda Hassepaß, mit 23,8 Prozent.

Noch am Abend feierte Lederer den Erfolg seiner Partei auf der Wahlparty der Linke in Berlin. Die Linke erzielte in der Hauptstadt im Vergleich zum Bund ein stabiles Ergebnis von 14,0 Prozent. Die rot-rot-grüne Regierung könnte damit ihre Koalition fortsetzen. „Wenn es nach uns geht, machen wir das auch weiter“, sagte Lederer am Abend über eine mögliche erneute Koalition mit der SPD und den Grünen.

Lederer, der schon 2016 Spitzenkandidat seiner Partei bei der Abgeordnetenhauswahl war, zählt zu den bekanntesten Politikern der Linken in der Hauptstadt. Er zog bereits 2003 ins Abgeordnetenhaus ein, dem er bis 2017 angehörte. Von 2005 bis 2016 war er Landesvorsitzender seiner Partei.