BerlinAm Montagmorgen wurde die Berliner Polizei auf der Stadtautobahn in Höhe Kaiserdamm auf einen Lkw aufmerksam. Das Fahrzeug war weder straßentauglich noch in der Lage, seine Ladung ordentlich zu transportieren. 

Zahlreiche Warnlampen am Armaturenbrett brachten das Fahrzeug zum Leuchten „wie einen Tannenbaum“, teilten die Beamten mit. Außerdem beanstandete die Polizei gravierende Defekte an den Bremsen sowie stark abgefahrene Bremsscheiben, die sogar schon Hitzerisse aufwiesen. Außerdem sei die Luftdruck-Bremsanlage stark beschädigt gewesen. Der Batteriekasten war so stark durchgerostet, dass die Batterie aus dem Fahrzeug zu fallen drohte. Der Hauptrahmen des Lkw war stark durchgerostet. Mehr als die Hälfte der Aufbauverschraubungen war lose, sodass der Aufbau nicht mehr fest mit dem Fahrzeug verbunden war. Des Weiteren war die Ladung mangelhaft gesichert. 

Geladen hatte der Lkw Stativ- und Bühnenteile und eine Menge Zubehör. Zwei Gitterboxen für den Transport versuchten mithilfe von porösen Spanngurten den Fliehkräften zu trotzen und waren bereits verrutscht. Einer Europalette mit diversem Zubehör und Metallrohren blieb es gar selbst überlassen, wo sie während der Fahrt landet. Sie war überhaupt nicht gesichert, weder Anti-Rutsch-Matten noch Spanngurte wurden verwendet. Die Beamten seien verwundert gewesen, denn es sollen noch diverse unbenutzte Spanngurte auf der Ladefläche gelegen haben.

„Nicht mein Problem“

Zu der Ladungssicherung befragt, wies der Fahrer jede Schuld von sich. Die Ladung sei durch ein anderes Unternehmen erfolgt. Das wäre nicht sein Problem. Es folgte ein Gespräch, in dem die Beamten dem Mann „mit gesundem Menschenverstand und einfachen Gesetzen der Physik“ erklärten, weshalb „eine verantwortungsbewusste Ladungssicherung aus gesundheitlichen und finanziellen Gesichtspunkten immer auch im Interesse des Fahrers liegen sollte“.

Der Lkw mitsamt Ladung wurde zur Erstellung eines technischen Gutachtens sichergestellt.