Berlin -  Die Lokführergewerkschaft GDL will das neue Angebot der Deutschen Bahn nach eigenen Angaben zunächst prüfen. Man habe es am Samstag erhalten, werde es bewerten und „zu gegebener Zeit“ über weitere Schritte informieren, erläuterte die GDL in einer Mitteilung. Nähere Angaben machte die Gewerkschaft nicht. Die Deutsche Bahn hatte nach eigenem Bekunden ein Angebot vorgelegt, das unter anderem eine neue „Entgeltkomponente“ enthält.

Über ihre Höhe oder die Modalitäten wurde nichts bekannt. Der Konzern will einen weiteren Streik abwenden und fordert von der Gewerkschaft die Rückkehr an den Verhandlungstisch.

GDL droht mit neuem Streik

Die GDL hatte gedroht, von Montag an den nächsten Ausstand vorzubereiten, sollte die Bahn bis dahin kein „verhandlungsfähiges Angebot“ vorlegen. Sie und der Konzern haben sich trotz monatelanger Tarifauseinandersetzung nicht auf einen Abschluss verständigen können.

Die Gewerkschaft fordert 3,2 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von 28 Monaten sowie eine Corona-Prämie von 600 Euro. Die Bahn will die Tariferhöhung bisher über einen längeren Zeitraum strecken und bietet eine Laufzeit von 36 Monaten an. Zudem ist sie bereit, eine Corona-Prämie zu zahlen.

Ein Knackpunkt in dem Konflikt ist allerdings auch, für welche Berufsgruppen der neue Vertrag gelten soll. Die GDL konkurriert dabei mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG.