Vertrocknete Rosen stecken an einem Kreuz am Denkmal für die Opfer der Loveparade-Katastrophe in Duisburg. 
Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

DuisburgDer ehemalige Oberbürgermeister von Duisburg, Adolf Sauerland, lehnt weiterhin jede Verantwortung für die Loveparade-Katastrophe im Jahr 2010 ab. Zugleich weist er in einem Gespräch mit der Düsseldorfer Rheinischen Post Unterstellungen, er habe „die Veranstaltung mit aller Macht durchdrücken wollen“, zurück. „Ich habe die Loveparade nie gewollt“, sagte Sauerland kurz vor dem zehnten Jahrestag des Unglücks am 24. Juli

Der Ex-OB bekommt nach eigener Aussage noch immer E-Mails mit beleidigendem Inhalt. Durch die Einstellung des Loveparade-Strafverfahrens sieht sich Sauerland in seiner Haltung bestätigt. Er kritisiert, dass die Öffentlichkeit sich damals schon unmittelbar nach der Katastrophe auf die Stadt Duisburg und ihn als Oberbürgermeister als die Schuldigen eingeschossen hätte.

„Anstatt zu schauen, wer tatsächlich wofür verantwortlich ist, war damals schon einen Tag nach der Loveparade die Rede von einem Duisburger Sicherheitskonzept, einer Duisburger Veranstaltung, und einem Duisburger Oberbürgermeister, der das alles wollte“, sagte Sauerland der Rheinischen Post.

„Dass es sich um eine private Veranstaltung handelte, mit einem Sicherheitskonzept, für das der Veranstalter zuständig war, und die nicht von irgendeinem Oberbürgermeister sondern vom Regionalverband Ruhr in die Region geholt wurde, das wollte keiner mehr sehen.“